Montag, 17. Dezember 2007
Tulum
müde kamen wir im Hotel Papaya Playa an. Den Namen Hotel hat dieser Laden eigentlich garnicht verdient. Es besteht aus winzigen Hütten die aus Ästen zusammengesetzt sind und mit Palmblättern gedeckt sind. Es gibt nur abends zwischen 6 und 11 Licht und auch sonst ist kein Strom vorhanden.
Ich habe die erste Nacht eine Hütte mit Letizia und Silvia geteilt, wobei am Ende nur ich tatsächlich da geschlafen habe weil die beiden zu viel Angst vor Getier hatten.
Wir haben versucht das beste aus unserer Situation zu machen und haben uns für den ersten Abend mit Getränken aus dem Supermarkt, Hünchen zum Essen und einem grossen Lagerfeuer die Zeit vertrieben. - Es war ein netter Abend. Morgens um 7 haben sich Letizia und Silvia dann in richtung zivilisation verabschiedet (sie sind nach Playa del Carmen vorausgefahren).
Erwänenswert ist vielleicht an dieser Stelle dass Taxifahrer in Tulum Halsabschneider sind. Eine Fahrt im Taxi von unserem Hotel ins Stadtzentrum (ca 7 Minuten) kostet mehr als ein Bus erster Klasse von Cancun nach Playa (ca 50 Minuten).

Den nächsten Tag nutzten wir um Sonne zu tanken und uns die Ruinen von Tulum anzuschauen - Die sind besonders durch Ihre exponierte Lage direkt am Meer eindrucksvoll - und dank mexicanischem Studiausweis mussten wir auch nicht für Eintritt bezahlen...





Leider hab ich etwas zu viel Sonne abbekommen und war daher sehr froh das ich den nächsten Tag hauptsächlich im Neoprenanzug verbringen konnte.
Richtig - ich bin Tauchen gegangen.
Es begann ziemlich abenteuerlich. Wir hatten starken Wellengang und ein winziges Fischerboot die Wellen haben regelmässig übers Boot geschlagen und wir sind über Wellen gesprungen (immerhin hatte diese Schüssel 100 PS - und das bei einer Grösse ca. 4 mal so groß wie meine Nussschale in Lindau). Bei einem unerwarteten Aufprall auf dem Wasser hat sich einer der Passagiere das Kinn aufgeschlagen - nein nicht ich. Wir mussten also zurück und Ihn versorgen lassen - zum Tauchen sind wir trotzdem noch gekommen und ich hab einen riesigen Hummer gesehen ;)



Leider hat der Motor nicht mehr funktioniert als wir wieder hoch kamen, und so mussten wir auf ein anders Boot warten und umsteigen.
Aus dem 2. Tauchgang im Meer wurde dann aus beschriebenen Problemen nichts mehr.
Statt dessen haben sie mich auf einen Cenote Tauchgang mitgenommen.



Auf der Yukatan Halbinsel sind die Flüsse alle unterirdisch. wenn jetzt die Decke irgendwo einbricht bekommt man eine Cenote - quasi eine Einstiegsstelle ins Höhlensystem der Flüsse.



Tauchen in Höhlen und Grotten ist ganz anders als im Meer. Man hat oft keine Möglichkeit direkt aufzutauchen, weil man gerade in einem Teil der Höhle ist der komplett geflutet ist. Das Wasser ist kristallklar und bewegt sich kaum - daher konnte ich meinen Blitz-diffuser wiederfinden nachdem ich ihn verloren hatte. Es ist süßwasser und es gibt nur wenig Leben in diesen Gewässern. Wir sind am Schluss noch in eine echte Höhle getaucht - da ist es dann zusätzlich noch stockfinster. Faszinierend.

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